Hauswirtschaft

Auch Ordnung muss sein – aber danach ist Freizeit angesagt!

Gruppenfoto unserer Betreuten

Die Woche ist mit der Hauswirtschaft voll und ganz ausgefüllt. Sie wissen, wie das bei Ihnen zu Hause ist – bei uns funktioniert es genauso nur putzen, waschen, räumen wir für elf  Bewohner und noch einmal so viele Betreuer! – unsere Organisation trägt den Namen „Inge“.  Die Betreuerin und ihre rechte Hand - Reinigungskraft Doris - fegen gemeinsam mit Peter, Susanne, Uschi, Sandra, und Johann durch das Haus. 

Wochenplan

Ein Wochenplan wird streng eingehalten, damit sich alle zeitlich und örtlich orientieren können. Während unsere Perle Doris mit dem Staubwedel durch den Wintergarten fegt und die Außenstiege wischt, bügelt Susanne die Wäsche und trocknet in den Bädern den von Doris frisch aufgewaschenen Boden.

Peter saugt das Büro, das Bügelzimmer, das Betreuerzimmer, staubt die Regale im großen Bad ab und putzt die Dusche. Johann saugt neben seiner Tätigkeit in der Küche auch noch den langen Gang. Uschi wäscht den Milchraum und den Heizraum auf und saugt die Teppiche.

 

Wolfi klopft die Teppiche aus

Mit Freude bei der Arbeit

So tüchtige Helfer. Alle sind mit Freude und Eifer dabei und abends werden wir dann oft noch gefragt:“ Kann ich etwas helfen?“

Persönliche Zuwendung

Betreuerin Inge beginnt schon frühmorgens mit der Toilette für die Burschen. Zähneputzen, rasieren und für den guten Duft – ein au de Toilette. Aufgewetzte Hautstellen werden gesalbt, die Nägel manikürt bei Bedarf ein Brustwickel oder ein Sitzbad gemacht. Susi fährt nach dem Frühstück mit ihrem Spezialrad, wo sie sich eine Stunde mit den Beinen und 40 Minuten mit den Armen sportlich betätigt. Täglich darf auch Uschi abends eine halbe Stunde zum Zimmerfahrrad, damit sie in Schwung bleibt und ein paar Kalorien wegschmelzen.
Inge hat immer den Über-und Durchblick -sie sorgt dafür, dass jeder rechtzeitig zu seinen Therapien kommt, sei es Voltigieren, Physiotherapie, Gartentherapie,.. oder jeder schön angezogen zum Einkaufen und Fortgehen bereit ist.

Wäscheberge

Schön angezogen ist ein Schlagwort – Inges wichtiger Bereich ist auch die Wäsche – eh klar, bei so vielen Personen im Haushalt sollte jeder nicht nur seine eigenen Socken wieder im Kasten haben.

Betreuerin Inge und Jürgen kochen Marmelade

Ein Dank an Doris

Inges Wunsch an dieser Stelle ist ein großes Dankeschön an ihre rechte Hand Doris – Es geht nichts über ein gutes Team! Unsere vielen Besuche, manchmal auch in der Dimension eines ganzen Autobusses, versorgt Inge mit Kaffee, Saft und gutem Kuchen. Die Produkte, die wir verkaufen, werden von Ihr abgewogen und in Sackerl verpackt zur richtigen Zeit hergerichtet. 
Im Frühjahr beginnt sie mit dem Einfrieren von frisch gepflückten Bärlauch, gefolgt von Himbeer,- Erdbeer, -Marillen und gemsichten Kompositionen – marmeladen. Im Herbst wird saures Gemüse eingelegt. Ob Zucchini, Kürbis, Kraut – für den Winter sind wir versorgt.

Freizeit, Sport und Spiel

Gemeinsame Freizeit, Spaß, Sport und Spiel ist trotz aller Sauberkeit  natürlich ganz wichtig. Auch hier spielt die Jahreszeit eine wichtige Rolle. Im Winter gehen wir bei Schnee langlaufen. Unterhalb des Reitplatzes ziehen wir eine Langlaufspur und dann heißt es: „Alle auf die Schi!“ Vorher ist noch eine Herausforderung, die passenden Schuhe und Schi für jeden zu finden. 
Jochi und Susanne bekommen Hilfe von Betreuern, während der Rest unserer sportlichen Mannschaft ihre Runden dreht. 
In schneeärmeren Winterzeiten sind wir natürlich auch nicht untätig- Inge geht mit allen walken oder Ballspielen in der Reithalle, „Wassermann wie weit kann ich reisen?“ oder der beliebte Vogerltanz, alle bleiben bei uns in Schwung. 
Mittwochs darf die Dampfkammer nicht fehlen, mit Körperpflege von Betreuerin Inge und Webbetreuerin Gertraud und anschließender Ruhephase für alle– na wenn das nicht der Traum eines jeden ist! 
Ab Mai wird unser Swimmingpool in Betrieb genommen. Täglich genießen alle die Bewegung im Wasser, springen ins Pool, Spielen Ball oder spritzen sich an. 
Susi und Jochi bekommen Schwimmtherapie, so wirkt der Auftrieb und der Widerstand des Wassers optimal auf ihren Körper. Gleich vor dem überdachten Becken spielen wir anschließend Tischtennis oder wir lassen uns die Wassertropfen  in den Liegestühlen vom Körper trocknen.

Abendlicher Ausklang

Abends, wenn sich im Winter alle zu Gesellschaftsspielen im Wintergarten einfinden oder wenn wir im Sommer nach dem Blumengießen auf einer Bank den Sonnenuntergang genießen, sind wir alle wohlig müde aber glücklich.