Dürfen wir uns vorstellen?

 Home Nach oben Über uns Unser Team Links Suchen und Finden Feedback Die 4 Jahreszeiten Jobs

Schwimmtherapie
 

 

01.03.2010

Home
Nach oben

 

 

Das Wasser ist schon seit jeher ein Element der Freiheit, des Wohlfühlens und des Heilens. Dem Wasser wird außerdem eine heilende, verstärkende und reinigende Wirkung nachgesagt - neben Erde, Feuer und Luft ist es das vierte Element.

Als Therapieform kennen wir es schon von den Römern und Griechen. Als Bewegungstherapie im Einzelnen, vor allem im neurologisch-psychiatrischen Formenkreis findet die Schwimmtherapie eher erst in neuerer Zeit Anwendung.

Schwimmen ist für beinahe jeden Menschen, der an Land Probleme mit dem Gleichgewicht, der Koordination, der Statik und der Fortbewegung Probleme hat, eine wunderbare Ergänzung. Durch die Schwerkraft ist das Bewegen oft mühsam, kräfteraubend und anstrengend, gepaart mit der Fallangst und dem Gefühl des "eingemauert sein", resignieren diese Menschen oft. Erfahrungsgemäß trifft dies auch für geistig behinderte Menschen zu, da sie ebenfalls in ihrem Denken und sich wiederholenden Gedankenmustern in einer "Schiene befinden". Dies drückt sich natürlich in der Motorik aus, wenn manchmal auch relativ unauffällig.

Das positive Bewegungserlebnis während der Schwimmtherapie, gepaart mit der reduzierten Verletzungsangst und natürlich der Schmerzreduktion, steigern den Übungswillen und somit den Therapieerfolg. Die therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten des Wasserwiderstandes sind u.a. Kräftigung der Muskulatur, Koordinationsschulung, Stabilisierung der Körperlängsachse und das Bremsen von Schnellkraftbewegungen. Für den Therapeuten ergeben sich durch den Auftrieb mehr Sicherheit im Umgang mit dem Patienten, da das Verletzungsrisiko sehr gering ist.

Die Auswirkungen der hydrostatischen Kräfte auf den Körper sind eine Besserung der Durchblutung und Lungendurchlüftung, die Anregung des Stoffwechsels und Erhöhung der Vitalkapazität und Förderung wenig beanspruchter Muskel. Der hydrostatische Auftrieb findet außerdem noch folgende Anwendungsbereiche: Ossär teilbelastungsfähige Patienten können im Wasser hüpfen und stehen, ohne dafür ein Hilfsmittel zu gebrauchen, bei Patienten mit Paresen werden Bewegungsfunktionen gefördert und geschult. Spastizitäten sprechen gut auf reduzierte Wassertemperatur (26° bis 32°C) an und es kommt zu einer Hemmung oder Herabsetzung jener. Ebenso erfolgt eine Muskelkräftigung - der Patient arbeitet konzentrisch, mit dem Therapeuten exzentrisch. Es kommt zu einer Umkehr bestimmter Bewegungsmuster (z.B. bei der Gangschulung im Wasser hilft der Auftrieb das Bein zu heben). Außerdem bewirkt die Schwimmtherapie Autostabilisation, Automobilisation, Förderung von Alltagsbewegungen - um nur einige zu nennen.

Behinderte Menschen benötigen oft jahrelang, wenn nicht sogar ihr ganzes Leben Physiotherapie. die Gefahr einer "Therapiemüdigkeit" ist ohne Zweifel gegeben und somit sinkt auch die Möglichkeit des laufenden Erfolgs. Nun ist aber das Schwimmen eine Freizeitaktivität von nichtbehinderten Menschen - die Therapie wird zur sportlichen Aktivität und somit zur Integration behinderter Menschen. Die Schwimmtherapie gehört wohl zu den schönsten Therapieformen, die dem Patienten außerdem noch Spaß und Freude machen.

 

Sollten Sie weitere Fragen haben, rufen Sie uns unter 02755/7475 an oder schicken Sie uns eine Email: office@himmelschluesselhof.net

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: office@himmelschluesselhof.net