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Das Wasser ist schon seit jeher ein Element der Freiheit, des Wohlfühlens und des Heilens. Dem Wasser wird außerdem eine heilende, verstärkende und reinigende Wirkung nachgesagt - neben Erde, Feuer und Luft ist es das vierte Element. Als Therapieform kennen wir es schon von den Römern und Griechen. Als Bewegungstherapie im Einzelnen, vor allem im neurologisch-psychiatrischen Formenkreis findet die Schwimmtherapie eher erst in neuerer Zeit Anwendung. Schwimmen ist für beinahe jeden Menschen, der an
Land Probleme mit dem Gleichgewicht, der Koordination, der Statik und der
Fortbewegung Probleme hat, eine wunderbare Ergänzung. Durch die Schwerkraft ist
das Bewegen oft mühsam, kräfteraubend und anstrengend, gepaart mit der Fallangst
und dem Gefühl des "e Das positive Bewegungserlebnis während der Schwimmtherapie, gepaart mit der reduzierten Verletzungsangst und natürlich der Schmerzreduktion, steigern den Übungswillen und somit den Therapieerfolg. Die therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten des Wasserwiderstandes sind u.a. Kräftigung der Muskulatur, Koordinationsschulung, Stabilisierung der Körperlängsachse und das Bremsen von Schnellkraftbewegungen. Für den Therapeuten ergeben sich durch den Auftrieb mehr Sicherheit im Umgang mit dem Patienten, da das Verletzungsrisiko sehr gering ist. Die Auswirkungen der hydrostatischen Kräfte auf
den Körper sind eine Besserung der Durchblutung und Lungendurchlüftung, die
Anregung des Stoffwechsels und Erhöhung der Vitalkapazität und Förderung wenig
beanspruchter Muskel. Der hydrostatische Auftrieb findet außerdem noch folgende
Anwendungsbereiche: Ossär teilbelastungsfähige Patienten
können im Wasser hüpfen und stehen, ohne dafür ein Hilfsmittel zu gebrauchen,
bei Patienten mit Paresen werden Bewegungsfunktionen gefördert und
geschult. Spastizitäten sprechen gut auf reduzierte Wassertemperatur (26° bis
32°C) an und es kommt zu einer Hemmung oder Herabsetzung jener. Ebenso erfolgt
eine Muskelkräftigung - der Patient arbeitet konzentrisch, mit dem Therapeuten
exzentrisch. Es kommt zu einer Umkehr bestimmter Bewegungsmuster (z.B. bei der
Gangschulung im
Behinderte Menschen benötigen oft jahrelang, wenn nicht sogar ihr ganzes Leben Physiotherapie. die Gefahr einer "Therapiemüdigkeit" ist ohne Zweifel gegeben und somit sinkt auch die Möglichkeit des laufenden Erfolgs. Nun ist aber das Schwimmen eine Freizeitaktivität von nichtbehinderten Menschen - die Therapie wird zur sportlichen Aktivität und somit zur Integration behinderter Menschen. Die Schwimmtherapie gehört wohl zu den schönsten Therapieformen, die dem Patienten außerdem noch Spaß und Freude machen.
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